Milchprodukte mit viel Protein: gesund, regional, sättigend

29.05.2026 / Ernährung & Gesundheit

Es ist kaum möglich, im Supermarkt eine Runde zu drehen, ohne an proteinangereicherten Produkten vorbeizugehen. Der Trend hält an: Proteinsnacks wie Riegel, Proteinchips, -drinks, -müsli, -joghurts und -puddings nehmen zu. Der Protein-Hype erstreckt sich mittlerweile über viele Produktkategorien. Land schafft Leben zeigt passend zum Tag der Milch am 1. Juni: Es braucht nicht unbedingt proteinangereicherte Produkte, um den täglichen Bedarf zu decken!

Doch was heißt überhaupt „High-Protein“?  Laut der EU-Verordnung über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben darf ein Produkt als High-Protein bezeichnet werden, wenn mindestens 20 Prozent seiner Kilokalorien aus Protein stammen. Macht der Proteinanteil mindestens zwölf Prozent Brennwerts aus, darf es zwar nicht mehr die Angabe „High Protein“ tragen, aber als „Proteinquelle“ beworben werden. Irreführende Informationen über Lebensmittel sind verboten – etwa dann, wenn ein Merkmal wie ein hoher Proteingehalt als besondere Eigenschaft hervorgehoben wird, obwohl vergleichbare Lebensmittel einen ähnlichen Proteingehalt aufweisen.  
Welche Milchprodukte haben die meisten Proteine?

Welche Milchprodukte sind jetzt also besonders proteinreich? Zehn Gramm Eiweiß findest du unter anderem in 300 Milliliter Buttermilch, 30 bis 40 Gramm Bergkäse oder 90 Gramm Topfen. Auch 70 bis 80 Gramm Hüttenkäse oder Blauschimmelkäse liefern etwa zehn Gramm Eiweiß pro Portion.   Besonders beliebt sind auch Skyr und Joghurt, da sie gut verfügbares Protein enthalten und sich einfach in den Alltag integrieren lassen, beispielsweise beim Frühstücken. Auch viele fermentierte Milchprodukte haben je 100 Gramm einen hohen Proteinanteil. Milch liefert ebenfalls wertvolles Eiweiß und enthält wichtige Nährstoffe, zum Beispiel das Kalzium für Knochengesundheit. 

Top Milchprodukte mit wertvollem Protein

  1. Hartkäse wie Emmentaler: rund 29 Gramm pro 100 Gramm
  2. Feta: rund 16 Gramm pro 100 Gramm
  3. Skyr: elf Gramm Protein pro 100 Gramm
  4. Topfen: rund 13 Gramm pro 100 Gramm
  5. Buttermilch: rund vier Gramm pro 100 Milliliter 

Im Vergleich zu naturbelassenen Milchprodukten können „High-Protein“-Produkte jedoch zusätzliche Zusatzstoffe wie Süßstoffe oder Aromen enthalten. Für Personen ohne speziellen Mehrbedarf – etwa aufgrund von intensivem Training – reicht eine vielfältige, ausgewogene Ernährung meist aus. Wer auf die Zusammensetzung seiner Lebensmittel achtet, kann den eigenen Proteinbedarf leicht mit naturbelassenen Lebensmitteln decken. 

Tipps für schnelle Eiweißquellen aus Milch:

  • Mozzarella mit Tomaten: ideal als Beilage oder leichtes Abendessen
  • Skyr oder Joghurt mit Nüssen und Beeren: schnelles Frühstück mit viel Protein
  • Cottage Cheese: ideal als Aufstrich und zu Gemüse
  • Topfencreme: mit Beeren und etwas Honig vermischt als schnelle Nachspeise
  • Naturjoghurt mit Haferflocken: die Kombination aus Joghurt und Haferflocken liefert hochwertiges Protein und sorgt durch die Ballaststoffe der Haferflocken für eine gute Sättigung.

Proteinreiche Lebensmittel als Teil einer ausgewogenen Ernährung

Zu den klassischen Proteinlieferanten zählen Fleisch, Fisch, Milch und Milchprodukte, Eier und Hülsenfrüchte. Sie sollten etwa ein Viertel einer ausgewogenen Mahlzeit ausmachen. Proteine bestehen aus wichtigen Bausteinen, die der Körper unter anderem für den Aufbau und Erhalt von Muskeln benötigt. Sie sind außerdem wichtige Bestandteile von Körperzellen und übernehmen zahlreiche Aufgaben im Stoffwechsel, Immunsystem und anderen Körperfunktionen. Gerade beim Muskelaufbau spielt eine ausreichende Eiweißzufuhr eine wichtige Rolle.  

Regionale Milchprodukte: gut für Körper und Landwirtschaft

Regionale Milchprodukte liefern hochwertiges Protein und können als Teil einer abwechslungsreichen Ernährung dabei helfen, den täglichen Proteinbedarf auf natürliche Weise zu decken. Wer zu heimischen Lebensmitteln wie Milch, Joghurt, Topfen oder Käse greift, unterstützt nicht nur die eigene Gesundheit, sondern stärkt gleichzeitig auch die regionale Landwirtschaft.

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