Zwiebel: das heimische Superfood

27.10.2023

Gar nicht zum Weinen ist es, was die Zwiebel alles kann: Sie ist nicht nur beliebt in der Küche, sondern kann auch heilend auf unseren Körper wirken. Der Verein Land schafft Leben klärt auf, was die heimische Zwiebel Schicht für Schicht für unsere Gesundheit zu bieten hat.  

In der Küche kennt man bereits die vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten der Zwiebel. Kaum verwunderlich also, dass jede Österreicherin beziehungsweise jeder Österreicher durchschnittlich über zehn Kilogramm davon im Jahr isst. Obwohl die Zwiebel fester Bestandteil unserer Küche ist, ist die gesundheitliche Wirkung des heimischen Supergemüses weniger bekannt.

Ihre inneren Werte überzeugen

Die Zwiebel ist eine Speicherpflanze, in ihren Schichten speichert sie vor allem Wasser, aber auch Nährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Es sind vor allem die Lauchöle der Zwiebel, denen eine entzündungshemmende Wirkung nachgesagt wird. Beispielsweise kann eine klein geschnittene Zwiebel in ein Tuch gewickelt und aufs Ohr aufgelegt sehr gut bei Ohrenschmerzen helfen. Diese Scharfstoffe spüren wir auch in der Nase und in den Augen. Den meisten Menschen treiben sie die Tränen in die Augen, allerdings können sie auch antibiotisch wirken und förderlich für die Durchblutung sein. Das in Zwiebeln enthaltene Inulin, ein spezielles Kohlenhydrat, dient zudem unseren Darmbakterien als Futter und ist unterstützend für eine gesunde Verdauung.

Die Wirkung der Zwiebel

Gerade in der Erkältungszeit entfaltet der Zwiebeltee seine gesundheitliche Wirkung: Er hilft gegen Schnupfen und Husten mit Schleim. Die am meisten bekannte gelbe Zwiebel hat dabei die stärkste Wirkung. Bei regelmäßigem Verzehr kann sie nachweislich blutdrucksenkend wirken und sie kann eine positive Wirkung auf den Cholesterinspiegel haben. Die Zwiebel ist somit ein wahres Multitalent für unsere Gesundheit, denn auch ihr enthaltenes Antioxidans Allicin wirkt gefäßschützend und kann somit einen Beitrag leisten, das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle zu verringern.

Eine der Big 5

Denkt man an Gemüse aus Österreich, kommt den meisten vermutlich nicht die Zwiebel in den Sinn. Sie ist es aber, die mit Abstand am häufigsten in der österreichischen Landwirtschaft erzeugt wird. Rund 170.000 Tonnen produzieren die heimischen Gemüsebäuerinnen und -bauern davon. Das größte Anbaugebiet der Zwiebel findet sich in Niederösterreich, fast 95 Prozent der Ernte kommen aus diesem Bundesland. Maria Fanninger, Gründerin des Vereins Land schafft Leben, dazu:

„Die Zwiebel ist aus der heimischen Küche nicht mehr wegzudenken: Als Allrounder ist sie vielseitig einsetzbar und wirkt wie ein natürlicher Geschmacksverstärker. Umso wertvoller ist es, zu wissen, dass die heimische Zwiebel obendrauf noch vielfältig für unsere Gesundheit einsetzbar ist. Wir essen heimisches Gemüses und tun gleichzeitig unserem Körper etwas Gutes, indem wir ihn mit Vitamin C, Vitamin B6, Kalium und Biotin versorgen.“

In Österreich werden ganzjährig Zwiebeln angebaut, die Haupterntezeit liegt zwischen dem Frühjahr und Spätsommer. Neben der bekannten gelben Zwiebel sind auch die rote Zwiebel, die Frühlings- und Silberzwiebel sowie die Schalotte und Lauchgewächse gern gesehene Zutaten in der heimischen Küche. 

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