10 frische Rhabarber-Fakten

24.03.2026 / Ernährung & Gesundheit

Zum Saisonstart im Frühling erfährst du, was alles in den roten Stängeln steckt und worauf du bei Rhabarber besonders achten solltest. Fragen zum Rhabarber? Wir haben die Antworten für dich.

Veröffentlicht am 19.04.2024
Aktualisiert am 20.03.2026

1. Ist Rhabarber Gemüse oder ein Obst?

Rhabarber wird zwar oft für Obst gehalten, ist aber eigentlich ein Gemüse. Er zählt zur Familie der Knöterichgewächse und hat fleischige Stiele mit breitflächigen Blättern – wegen der großen Blätter kann die Staude bis zu eineinhalb Metern breit werden und bis zu einem Meter hoch wachsen.  Alle Arten von Rhabarber stammen ursprünglich aus dem Himalaja.

2. Gibt es Rhabarber aus Österreich?

Im Jahr 2025 wurden in Österreich laut Statistik Austria auf insgesamt 49 Hektar Rhabarber angebaut und 867 Tonnen geerntet. Generell schwankt die jährliche Erntemenge von Rhabarber. Die Hauptsaison der Ernte liegt zwischen April und Mitte Juni. Rhabarber kann erst ab dem zweiten Jahr geerntet werden. Beim Einkauf lohnt sich ein Blick auf das Etikett, denn im Supermarktregal liegt auch während der Rhabarber-Saison nicht nur heimischer Rhabarber, sondern auch Importware.

3. Was sind die „inneren Werte“ des Rhabarbers?

Rhabarber ist mit 15 Kilokalorien pro 100 Gramm sehr kalorienarm. Mit einem Ballaststoffgehalt von 3,2 Gramm zählt er zu den ballaststoffreicheren Gemüsesorten. Er enthält zudem nennenswerte Mengen an Mikronährstoffen wie Kalium, Kalzium und Vitamin K. Interessant sind die enthaltenen Anthocyane. Diese zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen und sind für die Rotfärbung des Rhabarbers verantwortlich. Ihnen werden verschiedene positive Eigenschaften, darunter eine antioxidative Wirkung, nachgesagt. Antioxidativ wirkende Stoffe schützen den Körper in erster Linie durch das Abfangen von freien Radikalen, die durch Infektionen, physische Belastungen, Rauchen oder UV-Strahlen entstehen können.

4. Kann man Rhabarber roh essen?

Rhabarber soll nicht roh gegessen werden. Grund dafür ist die enthaltene Oxalsäure. Diese hemmt die Aufnahme von Nährstoffen wie Kalzium, Eisen und Magnesium im Körper und kann bei hoher Zufuhr die Bildung von Harn- oder Nierensteinen begünstigen. In den Blättern ist besonders viel Oxalsäure enthalten, daher sind nur die Stiele des Rhabarbers zum Verzehr geeignet. Der Gehalt der Oxalsäure im Rhabarber steigt mit zunehmendem Alter, weshalb er nicht später als Mitte Juni geerntet werden sollte.

5. Wofür wird Rhabarber in der österreichischen Küche verwendet?

Rhabarber ist vielseitig einsetzbar und wird meist zu Kuchen, Kompott oder Marmelade, Strudel, Sirup oder Chutney als Beilage zu Fleisch verarbeitet. Außerdem kommt Rhabarber häufig in Kombination mit Erdbeeren oder Äpfeln vor. Klassische und ausgefallenere Rhabarber-Rezepte findest du zum Beispiel bei cookingCatrin.

6. Muss man Rhabarberstangen schälen?

Junge, dünne Stangen müssen meist nicht geschält werden. Da sie bodennah wachsen, sollte man sie allerdings unbedingt gut waschen. Bei dickeren oder älteren Stangen empfiehlt es sich, die äußeren Fäden abzuziehen – besonders im unteren Bereich. Das verbessert die Textur beim Kochen und Backen.

7. Wie lagert man Rhabarber richtig?

Rhabarber sollte am besten frisch geerntet werden oder kurzfristig gekauft werden, denn er lässt sich nur schlecht lagern. Nach dem Kauf soll Rhabarberbald verarbeitet werden – kurzzeitig kann er aber idealerweise in ein leicht feuchtes Tuch gewickelt in der Gemüselade des Kühlschranks gelagert werden. Dabei ist es wichtig, den Rhabarber luftdurchlässig aufzubewahren, denn er fault und schimmelt schnell. Um ihn länger haltbar zu machen, kann Rhabarber ungekocht und in kleine Stücke geschnitten eingefroren werden. Beim Einkauf sollte auf frische Schnittstellen und glänzend wirkende, feste Stiele geachtet werden. Je dünner die Rhabarberstiele, desto zarter sind sie im Geschmack und desto weniger Fasern haben sie.

8. Was haben Rhabarber und Spargel gemeinsam?

Beide sind klassische Frühlingsboten in Österreich und haben eine relativ kurze Saison von etwa April bis Mitte Juni. Außerdem gilt für beide: Nach dem Johannistag am 24. Juni sollte nicht mehr geerntet werden. Der Grund ist bei Rhabarber die steigende Oxalsäure, bei Spargel die Regeneration der Pflanze für das nächste Jahr.

9. Warum schmeckt Rhabarber sauer?

Der intensive, erfrischende Geschmack stammt vor allem von Apfel-, Zitronen- und Oxalsäure. Tipp für die Küche: Rhabarberstücke ein wenig zuckern und etwas Saft ziehen lassen – das mildert die Säure.

10. Ist Rhabarber nachhaltig?

Rhabarber ist eine mehrjährige Pflanze, die mehrere Jahre am selben Standort wächst. Dadurch ist kein jährliches Neupflanzen notwendig, was Ressourcen spart. 
Wer auf heimischen Rhabarber aus Österreich setzt, profitiert zusätzlich von kurzen Transportwegen und einer saisonalen Ernährung – ein wichtiger Beitrag zu nachhaltigem Genuss.

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